Bloggen macht Spaß, unheimlich sogar. Oberste Voraussetzung dafür ist nicht nur eine gewisse Leidenschaft fürs Schreiben und ein Faible für ein bestimmtes Thema, sondern auch die Mithilfe einiger Tools, die einem das Leben als Blogger um ein Vielfaches erleichtern. 

Blogger-Tools

Insgesamt nutze ich vier verschiedene Tools, die mir sowohl bei der Recherche, dem Zeitmanagement, dem Nichtvergessen als auch einer entspannten Atmosphäre beim Schreiben helfen. Die Rede ist von Evernote, Remember The Milk, Feedly und Spotify, die für mich zusammen den perfekten Mix ergeben, um den Spaß am Bloggen nicht zu verlieren und vor allem möglichst effizient zu sein.

1. Feedly – die Tageszeitung

Als der Google Reader vor einiger Zeit abgeschafft wurde, reagierte ich fast schon geschockt, da der RSS-Feedreader für mich vor allem zur Recherche und um auf dem Laufenden zu bleiben die klare Nummer eins und ein langer Gefährte war. Doch eigentlich war das Ende des Feedreaders von Google kein Fluch, sondern vielmehr ein Segen, da ich sonst wohl kaum auf Feedly aufmerksam geworden wäre.

Feedly bietet dir die Möglichkeit, verschiedene Blogs und andere Webinhalte zu abonnieren. Dabei können die einzelnen Quellen in beliebige Kategorien unterteilt werden. Bei mir sind dies zum Beispiel die Rubriken Sportmarketing, Social Media, Backpacking und Entrepreneurship. Dazu gibt es noch circa 15 weitere, die mir dabei helfen, diejenigen Informationen von Webseiten zu ziehen, die eine Relevanz für mich haben.

Erstelle dir doch einfach mal einen Feedly-Account, füge deine gewünschten Quellen hinzu und lese die aktuellsten Beiträge sofort nach dem Öffnen deines Accounts. Oder speichere dir wichtige Artikel für später ab. Du kannst gerne mit meinem Blog anfangen und ihn einen Teil deines neuen Feedreaders werden lassen, um keine Inhalte mehr zu verpassen.

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2. Evernote – der virtuelle Aktenschrank

Notizen ohne Ende, mehr oder weniger sinnvolle Ideen und Unterlagen jeglicher Art kannst du in Evernote hinterlegen. Auch hier hast du die Möglichkeit verschiedene Kategorien in Form von Notizbüchern zu erstellen, in welche du einzelne Notizen packst.

Welche Notizen du sammelst, bleibt dir überlassen. Ich nutze Evernote primär, um erste Gedanken zu einem kommenden Blogpost festhalten oder die Blogbeiträge gleich direkt zu verfassen. So schreibe ich diesen Artikel beispielsweise gerade offline, korrigiere ihn und stelle ihn schließlich bei WordPress online.

Willst du Evernote als App nutzen, um jederzeit offline Informationen anpassen zu können? Dann solltest du nicht geizig sein und ein paar Euro, nämlich 19,99 Euro pro Jahr, investieren. Dadurch kannst du Änderungen via Smartphone jederzeit und von überall vornehmen.

Ich zahle gerne dafür, da Evernote mittlerweile zu meinem virtuellen Aktenschrank mutiert ist und ich Inhalte schnell und einfach durch die Suchfunktion finden kann.

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3. Remember The Milk – ganz sicher nichts vergessen

Der Name hat Programm und spiegelt nicht etwa einen Einkaufszettel wider – wofür das Tool ebenfalls wunderbar genutzt werden könnte. Vielmehr dient es dazu, dass du wichtige Aufgaben nicht vergisst.

Für mich ist es das ideale Task-Management-Tool, in welchem ich für meine jeweiligen Blogs Aufgaben eintrage und diese garantiert nicht vergesse. Schuld daran hat auch die einstellbare E-Mail-Erinnerung, die einen täglich an die jeweiligen Aufgaben erinnert.

Ich nutze Remember The Milk zudem per App, sodass ich immer und überall sehe, was ich wann zu tun habe. Dass du innerhalb des Tools neben Notizen auch andere RTM-Nutzer kontaktieren und sie mit in deine Aufgaben einbinden kannst, ist ein weiterer großer Vorteil. Eben nicht nur eine Taskliste, sondern auch ein wunderbares Kommunikationsmittel.

Ob du für deinen Blog tatsächlich ein eigenes Tool zur Terminierung deiner Aufgaben brauchst, hängt natürlich von deinem Aufgabenspektrum ab. Da ich aktuell sechs (Corporate) Blogs – sowohl die meiner Kunden als auch meine eigenen – pflege, komme ich um Remember The Milk zur Organisation einfach nicht herum.

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4. Spotify – die passende Musik zum Bloggen

Vielleicht fragst du dich, was Spotify in dieser Liste zu suchen hat. Für mich stellt sich diese Frage erst gar nicht, denn Spotify oder vielmehr die passende Musik im Hintergrund ist einfach unabdinglich, um konzentriert zu schreiben und den Fokus nicht zu verlieren.

Abhängig ist dies natürlich von der jeweiligen Playlist, denn bei Punk Rock oder Trash Metal lässt es sich eher weniger gut arbeiten. Zumindest geht es mir so, auch wenn ich eine Passion für Bands mit satten Gitarrenklängen habe. Weitaus angenehmer sind dagegen beruhigende Lieder. Ich kann mich zum Beispiel sehr gut bei Tracey Chattaway und Tracy Chapman konzentrieren und eine Zeile nach der anderen runterrattern.

Sofern du dich nicht für eine Musikrichtung entscheiden kannst oder du völlig planlos bist, was dich zu neuen Ideen und Texten inspiriert, hilft Spotify dir mit vordefinierten Playlists zum Arbeiten auf die Sprünge.

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Die genannten Blogger-Tools solltest auch du nutzen

„Ohne Tools wirst du als Blogger nicht klar kommen.“ Eine These von mir, die sicher gewagt, aber keineswegs frei von Sinn, ist. Bei mir hat es eine ganze Weile gedauert bis ich die Tools gefunden hatte, die für mich einen Mehrwert haben. Viele Tests haben eine Menge Zeit gekostet, doch seit gut zwei Jahren habe ich mich auf die oben vorgestellten festgelegt.

Nach kurzer Zeit war ich sogar so zufrieden mit Remember The Milk & Co., dass ich bereit war, Geld zu investieren, um weitere Features nutzen zu können. Denn letztendlich unterstützen sie mich unheimlich bei meinen täglichen Arbeiten als Blogger und Marketer.

Ob ein Mix aus Evernote, Remember The Milk, Feedly und Spotify für dich optimal ist, kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich nicht, da du dich entweder anders organisierst oder auf andere Weise als ich abschaltest.

Obwohl ich meinen Mix gefunden habe, interessiert es mich brennend, ob es Tools gibt, auf die du als Blogger nur ungern verzichten kannst. Also verrate sie mir doch einfach in den Kommentaren.

Ich ziehe mir derweil die Kopfhörer ab, lese den Artikel in Evernote nochmals Korrektur, hake ihn anschließend bei Remember The Milk als erledigt ab und lasse mich auf Feedly von neuem Input inspirieren.

Grafik: Susanne Speer | designpiranha.de

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