Die Unterhaltung des Lesers hat oberste Priorität, denn nur aus dem Schaffen einer gewissen Beziehung zu ihm, können weitere Marketingmaßnahmen erfolgreich eingeleitet werden. Wie dir dies durch passende Inhalte gelingt und wovon du lieber die Finger lassen solltest, verrate ich dir mit Hilfe von sieben Regeln zum Veröffentlichen von Inhalten.

regeln-zum-veroeffentlichen-von-inhalten

Auch wenn es im Sportmarketing das primäre Ziel ist, einen Lead (z.B. Ticket- oder Produktkauf) zu generieren, der in der Regel monetäre Beweggründe hat, so müssen beim Einsatz von sozialen Medien und Corporate Blogs stets die Kommunikation und der Dialog mit dem Nutzer sowie dessen Interessen im Vordergrund stehen. Denn letztendlich ist er es, der früher oder später zu deinem Kunden mutiert.

Sieben Regeln zum Veröffentlichen von Inhalten

Die folgenden Grundsätze haben sich in den vergangenen Jahren bewahrheitet. Daher kann ich sie dir getrost weiterempfehlen. Ganz egal, ob du die Welt der Social Media oder der Corporate Blogs erst jetzt mit deinem Unternehmen betrittst oder du mit deinem Sportbusiness längt eine große Reichweite aufgebaut hast.

Regel 1: Die passende Ansprache

Mache dir vor der Pflege eines Social Media-Kanals und/oder eines Blogs klar, wie du deine Fans ansprechen willst. Generell steht bei sozialen Netzwerken und Blogs sowie im Sport das „Du“ im Vordergrund.

Daher solltest du das gesamte Publikum duzen und im direkten Dialog auf „Sie“ umsteigen, wenn du diesen Umgang normalerweise auch bei dir vor Ort pflegst. Egal, für welche Ansprache du dich auch entscheidest, achte darauf, dass sie stets einheitlich und deinen Mitarbeitern bekannt ist, z.B. durch die Integration in deine Social Media-Guidelines.

Regel 2: Visuelle Eindrücke

Der Satz „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ findet vor allem im Bereich der sozialen Medien großen Anklang. Versuche bei jedem Beitrag ein passendes Bild anzuhängen. Damit erhöhst du nicht nur die Sichtbarkeit im Newsfeed der Facebook-Fans oder in der Twitter-Timeline, sondern steigerst gleichzeitig auch die Interaktion. Was Snapchat oder Instagram betrifft, kommst du um visuelle Eindrücke sowieso nicht herum.

Ähnlich wie die Überschrift im Blog ist auch das Titelbild ein Blickfang. Bei der Auswahl des Bildes solltest du daher einen wahren Eyecatcher verwenden, der Lust auf den Artikel macht. In Verbindung mit einer fesselnden Überschrift geht dir somit garantiert kein Leser verloren und der Aufwand für den gesamten Blogbeitrag hat sich gelohnt.

Auch Videos solltest du ab und an in deine Kommunikationstrategie einplanen. Insbesondere Facebook wertet diese als sehr positiv, was du anhand der größeren Reichweite als oftmals durch Beiträge mit statischen Bildern erkennen wirst. Perfekt müssen diese keineswegs sein, denn auch ein verwackeltes Video ist manchmal erfolgreicher als ein hochwertig produziertes Imagevideo.

Regel 3: Regelmäßigkeit

Um eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewährleisten, ist ein Redaktionsplan durchaus ratsam. Anhand dessen kannst du dir die Beiträge auf Facebook oder für andere soziale Netzwerke mit hilfreichen Tools, beispielsweise Hootsuite, terminieren. Zudem sparst du dir damit eine Menge Zeit und musst dir keine Inhalte aus den Fingern saugen.

Bis ein Blogpost online ist, können schon mal gut und gerne einige Stunden vergehen. Der Aufwand ist ziemlich groß, weshalb du dir einen Zeitpuffer freischaufeln solltest, um deine Kunden mit regelmäßigen Inhalten zu versorgen. Ob wöchentlich ein Beitrag oder zwei Beiträge pro Monat bleibt dir überlassen.

Speziell für WordPress-Blogs kann ich dir die Plugins Editorial Calender und Edit Flow empfehlen, die du wunderbar als Redaktionspläne verwenden kannst.

Regel 4: Abwechslung

Bei sozialen Netzwerken ist nichts langweiliger als Inhalte, die sich ständig wiederholen. Veröffentliche daher möglichst abwechslungsreichen Content, wie zum Beispiel Mitarbeitervorstellungen, Trainingstipps, Informationen über dein Unternehmen oder spezielle Angebote. Oftmals hilft es, sich in die Rolle der Zielgruppe hineinzuversetzen und zu überlegen, welche Informationen du selbst gerne lesen würdest.

Um einen erfolgreichen Corporate Blog zu führen, hat nicht nur der Mehrwert des Contents, sondern auch die eben angesprochene Regelmäßigkeit eine große Bedeutung. Die Inhalte sollten unterschiedliche Themenbereiche ausfüllen. Oder liest du gerne Sport-Magazine, die sich ausschließlich um den Korruptionsskandal der FIFA drehen? Wohl eher nicht. Also sorge dafür, dass nicht immer das gleiche Thema aufgerollt wird und deine Leser nicht vor Langeweile einschlafen.

Regel 5: Dialog vs. Monolog

Achte darauf, dass du keinen reinen Informationskanal aufbaust, sondern du gezielt den Dialog mit den Nutzern suchst. Die Folge ist nicht nur eine engere Kundenbeziehung, die zugleich Bindung schafft, sondern auch der Erhalt von wertvollem Feedback.

Damit du dies auch tatsächlich erreichst, kannst du kurze Anreißertexte entweder provokant verfassen oder mit einer Frage abschließen. Hier zwei Beispiele für einen Facebook-Post: „Die FIFA WM 2018 steht vor der Tür. Bist du auch der Meinung, dass die DFB-Elf das Ding erneut rocken wird?“ oder „Na, sitzt du schon wieder faul vor dem Notebook und surfst planlos im Internet? Höchste Zeit deinen Hintern zu bewegen!“.

Regel 6: Niemals löschen

Das Social Web ist auch unter dem Namen „Mitmach-Web“ bekannt, auch wenn der Begriff mittlerweile etwas ausgelutscht und in die Jahre gekommen ist. An seiner Bedeutung hat sich jedoch nichts geändert, denn er macht deutlich, dass jeder Nutzer eine Stimme bekommt und jederzeit Kritik äußern kann.

Insbesondere bei negativer Kritik solltest du die Kommentare keinesfalls löschen, sondern sachlich darauf eingehen. Gestalte deine Antwort so, dass kein Grund für weitere Diskussionen besteht. Im Idealfall ziehst du den Beschwerdeführer damit auf deine Seite und sammelst ordentlich Pluspunkte.

Regel 7: Storytelling

Wer deinem Unternehmen oder dir als Person folgt, der hat ein gewisses Interesse an deinen Inhalten und möchte Geschichten erzählt bekommen. Storytelling ist hierbei das Zauberwort.

Wie du dabei vorgehst, wie du deine perfekte Geschichte erzählst und was es mit dem Helden einer jeden Geschichte auf sich hat, erfährst du im Blogbeitrag Storytelling im digitalen Sportmarketing: Was es ist und wie es funktioniert, den ich vor einiger Zeit veröffentlicht habe.

Grundsätze verinnerlichen und umsetzen

Meine sieben Regeln zum Veröffentlichen von Inhalten lese ich mir selbst regelmäßig durch, um nicht Gefahr zu laufen, in alte Muster zu verfallen und plump Content zu produzieren, nur damit ich irgendetwas veröffentlicht habe. Das macht keinen Sinn. Also poste nur Inhalte in den sozialen Medien und auf Blogs, wenn du tatsächlich etwas zu sagen hast.

Falls du noch eine Regel hast, die du anwendest und die unbedingt in die Auflistung aufgenommen werden sollte, dann hinterlasse gerne einen Kommentar. Ansonsten kannst du mich auch gerne jederzeit um Rat fragen. Du weißt ja, wo du mich findest.

Bildquelle: Nathan Shively | unsplash.com

Sieben essenzielle Regeln zum Veröffentlichen von Inhalten