Facebook Anzeigen haben sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt und auf dem Online-Anzeigenmarkt einen hohen Stellenwert erreicht. Damit du beim Schalten deiner Ads nicht von der Fahrbahn abkommst und das bestmögliche Resultat erzielst, habe ich elf Tipps für dich auf Lager, mit denen du die Performance deiner Anzeigen steigerst.

Tipps Facebook Anzeigen

Egal, ob du Facebook Anzeigen für einen Sportverein, ein kleines Sportgeschäft oder ein Sporthotel schaltest, es gibt zahlreiche Bereiche, wo das Bewerben mit Facebook Ads innerhalb der Sportbranche Sinn macht und du deine Zielgruppe mit der passenden Werbung erreichst.

So bietet sich dem Sporthotel beispielsweise die Möglichkeit, mehr Anfragen und Buchungen zu generieren und spezielle Pauschalen oder Veranstaltungen zu pushen. Der Sportverein dagegen kann durch das Ausrichten einer Anzeige auf die eigenen Fans den Ticketverkauf ankurbeln, während ein Skigebiet seine nagelneue App promoten kann und das Sportgeschäft Personen aus dem Umkreis auf spezielle Angebote aufmerksam macht.

11 Tipps für mehr Erfolg mit Facebook Anzeigen

Um mit Facebook Anzeigen warm zu werden, empfehle ich dir die Hilfeseiten auf Facebook, die dir Schritt für Schritt zeigen, wie du deine erste Anzeige erstellst und ein Werbekonto aufbaust. Bist du mit dem Werbenetzwerk bereits vertraut, dann habe ich im Folgenden elf Tipps für dich, um das bestmögliche aus deinen Anzeigen herauszuholen:

Tipp 1: Welche Zielgruppe willst du erreichen?

Hier kann ich dir raten, das Notebook mal einen Moment zuzuklappen und dir einen Zettel und Stift zu schnappen. Danach machst du dir Gedanken, wer eigentlich deine Zielgruppe ist. Welches Alter hat deine Zielgruppe? Welche Interessen verfolgt dein Kunde, Fan oder Gast? Bezieht sich deine Zielgruppe auf eine bestimmte Region?

In der Zielgruppenmaske von Facebook auf der Ebene der Werbeanzeigengruppe kannst du austesten, wie große deine Zielgruppe ist und ob du sie bei Facebook überhaupt antriffst. Auf Grund der 29 Millionen Nutzer in Deutschland und der gesammelten Daten gehe ich mal stark davon aus, dass dies der Fall sein wird.

Tipp 2: Strukturiere deine Kampagnen und Anzeigengruppen

Es ist nicht ganz unwichtig deine Kampagnen und Anzeigen zu strukturieren, um den Überblick zu behalten. Mit den Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und den Werbeanzeigen gibt es drei Ebenen, bei denen du unterschiedliche Einstellungen vornehmen kannst.

Eine besonders große Rolle spielt die Ebene der Werbeanzeigengruppen, wo du deine Zielgruppe und das Budget festlegst. Auf der Ebene der Werbeanzeigen bestimmst du unter anderem auch das Aussehen der Anzeigen, indem du sie mit Bildern und Texten versiehst.

Tipp 3: Je kleiner die Zielgruppe, umso günstiger die Anzeige

Achte darauf, dass deine Zielgruppe nicht zu groß ist und sich, wenn möglich, zwischen 10.000 und 100.000 befindet. Durch diese Einschränkung und Spezialisierung schließt du den breiten Markt aus und somit auch konkurrierende Mitbewerber. Die Folge ist ein günstigerer Click- oder Conversion-Wert.

Tipp 4: Erstelle unterschiedliche Anzeigen

Variiere sowohl deine Zielgruppen als auch deine Anzeigen, denn nur so weißt du, welche Kampagnen, Zielgruppen und Anzeigen am besten funktionieren und dir für den geringsten Einsatz an Budget die meisten Leads bringen. Zu jeweils einer Werbeanzeigengruppe solltest du ungefähr drei bis vier Anzeigen erstellen, wobei du die Texte und Bilder unterschiedlich gestalten solltest.

Tipp 5: In Bildern sprechen oder Bilder sprechen lassen

Die Bildsprache bei Facebook ist sehr wichtig, weshalb die Bilder, die du verwendest, ansprechend und ein wahrer Blickfang sein sollten. Wenn du dich mit Photoshop oder anderen Bildbearbeitungs-Programmen auskennst, kannst du zusätzlich Text in die Anzeigenbilder integrieren, um auf dein Unternehmen aufmerksam zu machen.

Falls du über keine eigenen Fotos von hoher Qualität oder Aussagekraft verfügst, hast du dank einer Kooperation von Facebook mit Shutterstock die Möglichkeit, kostenlos auf hochwertige Stockphotos zuzugreifen. Das einzige Problem dabei ist, dass du diese Bilder nicht bearbeiten darfst.

Tipp 6: Verwende einen Call-to-Action

Egal, welchen Zweck du mit dem Schalten von Anzeigen verfolgst, spielt es eine große Rolle, dass du einen so genannten Call-to-Action einbindest. Darunter ist eine gezielte Aufforderung zu einer bestimmten Handlung zu verstehen. Facebook selbst stellt dir einige Buttons, wie zum Beispiel Registrieren, Buchen, Installieren und einige weitere, zur Verfügung.

Alternativ dazu kannst du auch in deinem Text auf eine Handlung aufmerksam machen, zum Beispiel durch „Werde jetzt Fan unserer Facebook-Seite!“ oder „Hast du schon unsere neue App installiert?“. Hier gibt es eine große Anzahl an Varianten, um einen Nutzer auf dein Produkt, Unternehmen oder deine Dienstleistung aufmerksam zu machen.

Tipp 7: Lass Facebook deine Anzeigen optimieren

Deine Facebook-Anzeigen kannst du entweder selbst durch das manuelle Einstellen eines bestimmten Gebots für die Auslieferung der Anzeigen optimieren oder aber du überlässt dies Facebook. Ich rate dir zu Letzterem, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Facebook in den meisten Fällen besser optimiert und dir sowohl zu günstigeren Klickpreisen als auch Kosten pro Lead verhilft.

Tipp 8: Unterbreche die Anzeigenschaltung nicht

Hast du nur ein bestimmtes Budget für deine Facebook Anzeigen zur Verfügung, dann versuche es dir so einzuteilen, dass deine Anzeigen ohne Unterbrechung durchlaufen, zum Beispiel durch das Einstellen des Laufzeit-Budgets. Der Grund ist der, dass Facebook sonst nicht mehr auf die bereits gesammelten Daten zurückgreifen kann und bei einer Pause wieder von vorne mit der Optimierung beginnen muss. Dadurch entstehen dir höhere Klickkosten.

Tipp 9: Behalte deine Anzeigenstatistiken im Blick

Im Werbeanzeigenmanager findest du zu jeder deiner Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Werbeanzeigen Unmengen an Statistiken. Diese solltest du dir regelmäßig anschauen und überprüfen, was gerade gut läuft und wo du dein Geld aus dem Fenster wirfst.

Ich mache es so, dass ich mindestens einmal pro Woche meine Statistiken detailliert betrachte und mir Werte, wie zum Beispiel die Kosten pro Conversion oder pro Klick, rausschreibe, um die Entwicklung der jeweiligen Anzeigen nachzuverfolgen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Optimierung einzuleiten.

Tipp 10: Nutze den Power-Editor für mehr Optionen

Sofern du mit dem Werbeanzeigenmanager noch nicht allzu vertraut bist, solltest du dir dort erstmal einen Überblick verschaffen und deine Anzeigen darüber pflegen. Bist du aber über den Anfängerstatus hinaus, dann ist es an der Zeit, den Power Editor zu testen und darüber deine Kampagnen zu pflegen.

Der Power Editor hat den Vorteil, dass du neue Kampagnen, Werbeanzeigengruppen und Anzeigen schnell aufsetzen kannst. Zudem hast du einige Möglichkeiten, die dir der Werbeanzeigenmanager nicht bietet, wie zum Beispiel das Erstellen von Lead Ads oder Dark Posts. Probiere den Power Editor doch einfach mal aus.

Tipp 11: Gestalten, testen und das ganze nochmal von vorne

Der letzte Tipp, den ich dir mit auf den Weg geben möchte, ist nichts anderes als ein wiederkehrender Kreislauf, der die folgenden Abläufe beinhaltet:

Anzeige gestalten ➩ beobachten, wie die Anzeigen funktionieren ➩ optimieren oder aussortieren ➩ Anzeige gestalten ➩ …

Dabei nicht vergessen, immer mal wieder einen Blick auf deine Zielgruppen-Einstellungen zu werfen, ob diese noch mit deinem Marketingziel übereinstimmen.

Es ist an der Zeit, die Tipps in die Tat umzusetzen

Markiere dir die obigen Tipps am besten oder speichere dir diesen Blogbeitrag als Lesezeichen, damit du sie nicht vergisst und kein „totes Kapital“ verstreichen lässt. Bei Facebook gilt es schließlich den Wert eines Klicks, einer Installation oder einer Conversion möglichst tief zu halten, denn je niedriger dieser ist, umso mehr ist mit deinem eingesetzten Budget möglich und kommt dabei für dich herum.

Ich finde es jedenfalls großartig, dass die Bedeutung von Facebook Anzeigen weiter steigt und große Unternehmen im Sport, wie zum Beispiel adidas, Tough Mudder oder Mercedes-Benz längst Anzeigen schalten, weil sie den Mehrwert erkannt haben. Wenn die Big Player bereits aktiv sind, wird es dann nicht auch höchste Zeit, dass du deine Anzeigenschaltung auf Facebook beginnst oder intensivierst?

Bildquelle: Fabian Blank | unsplash.com

 

Mit diesen Tipps das Beste aus Facebook Anzeigen rausholen